Forellen im Sturm

Letzte Woche zog Sturmtief „Luis“ über das Land und brachte Wind, Regen, Wind, Gewitter, Wind und Hagelschauer… generell einfach alles, was man sich für einen Tag im Freien nicht wünscht – und Wind.

Wir hatten geplant am Sonntag Nachmittag zum Angelhof Schulte-Sienbeck (https://www.angelhof-schultesienbeck.net) in Waltrop zu fahren und uns dort auch schon telefonisch angekündigt. Hier wollte wir nochmal unser Glück auf Forellen versuchen.

Skeptisch studierten wir also morgens beim Frühstück das Wetter draussen und den Wetterbericht für den Tag. Der Sturm hatte bis Sonntag zum Glück etwas nachgelassen, es war nicht zu kalt, aber es sollte immer wieder mal Regen geben.

Wir entschieden zu fahren und es einfach drauf ankommen zu lassen. Halbtags kann man am Mischteich von 12:30 bis 19:00 angeln – zumindest die ersten Stunden sollten laut Wetterbericht trocken bleiben.
Die Chance auf einen freien Platz mit Hütte hielten wir als Nachzügler eher für unwahrscheinlich.

Eine kalten Regenschauer mit Graupel mussten wir mit wasserdichten Jacken und Regenschirmen über uns ergehen lassen – ein paar leichtere Nieselschauer, ansonsten aber auch immer wieder mal die Sonne und zwischendurch ein paar Windböen. Teilweise auch mal kräftigere Windböen, die den ausgeworfenen Spoon einfach mal komplett in falsche Richtung wehten.
Aber gut… genug vom Wetter… das ist hier ja schließen kein Wetter-Blog.

Ihr wollt bestimmt etwas übers Angeln lesen 🙂

Nach dem letzten Ausflug habe ich meine Tacklebox etwas ausgemistet und ein paar Kleinigkeiten nachbestellt: auftreibenden Teig (Knoblaucharoma in Weiß und Chartreuse) und Marshmallows um die Köder zuverlässig auftreiben zu lassen, Pilotkugeln und ein paar Teighaken.
Schon beim Formen des Forellenteigs hat man den Unterschied zu meinem alten Teig gemerk – der frische Teig ist viel cremiger, lässt sich schön formen und hält auch gut am Haken. Meine alten Dosen waren wohl einfach zu alt.

Wir haben wieder jeder mit einer passiven Grundmontage und einer aktiven Spoon-Rute geangelt. Katharina hat es mit einem Marshmallow und einer Bienenmade versucht, ich habe den Teig mit einer Bienenmade garniert. Eine Posen- oder Pilotkugelmontage bot sich wegen des Windes nicht an – wir haben es kurzzeitig versucht, aber die Montage trieb von links nach rechts und kam uns immer wieder in die Quere.

Obwohl wir mit viel mehr Vetrauen in die Grundmontage geangelt haben, hatten wir auf unsere passiven Ruten keinen Biss.
Ich weiß nicht warum – die Tiefe müsste ungefähr gepasst haben, die Montagen trieben gut auf, beides sind bewährte Köder die schon oft gefangen haben… trotzdem ging darauf nichts. Vielleicht waren die Forellen einfach nicht in Stimmung für passive Köder.

Aber das Spoon-Angeln machte richtig Spaß – wir hatten zahlreiche Kontakte und haben auch Fische gefangen. Katharina hat gut mit einem kupferfarbenen Durchlaufblinker mit 3,9g gefangen, ich hatte einen Fisch auf einen orange-gelben Spoon mit ca. 2g. Ausserdem hatten wir Bisse auf andere Spoons, hauptsächlich grelle Neonfarben und ich hatte auch einen auf einen Forellen-Gummi. Geführt haben wir die Spoons dieses Mal wirklich ganz langsam um sie möglichst tief laufen zu lassen. Das ging ganz gut – ich bin aber auch der Meinung dass der Teich flacher ist und es deshalb einfacher war auf Tiefe zu kommen. Ich hatte aber auch Bisse auf schnellere, flacher geführte Spoons. Also generell lief es mit Spoons sehr gut.

Konzentriert wird der Spoon eingekurbelt, ganz langsam und gefühlvoll… 🙂

Der Tag war zäh…

An die 15-20 Fische die die anderen Angler teilweise hatte, kamen wir nicht ran.
Zwischendurch hatte ich sogar ein richtiges Tief… ich hatte eine Fisch gefangen, der hat sich im Kescher vom Haken gelöst und ist mir beim rausnehmen aus der Hand gerutscht, im Wasser gelandet und tauchte sofort ab. So was ärgerliches… das kann passieren, trotzdem war ich echt angefressen. Stellt euch vor, ihr verliert den ersten Fisch seit langer Zeit nach der Landung. Das gönne ich keinem 🙂

Gegen 15/16 Uhr verließen die meisten die Anlage. Klar, die waren schon seit 6 Uhr hier und hatte teilweise schon volle Kühlboxen. So hatten Katharina und ich den Teich auch für die letzten zwei Stunden komplett für uns.

Dreifach Premiere für Katharina

Wir haben erstmal die Chance genutzt und den Platz gewechselt, damit wir bei Regen geschützt sind. So haben wir noch ein paar Würfe gemacht, bis Katharina plötzlich „Fisch“ rief. Schnell gekeschert und direkt weg vom Beckenrand gebracht. Katharina war sehr glücklich.. dreifache Prämiere – der erste Fisch in 2021, der erste Fisch auf den Durchlaufblinker (das war eine persönliche Empfehlung eines Team-Anglers vom Balzer Trout Attack Team) und der erste Fisch an Ihrer neuen Rute. Ich hatte ihr zu Weihnachten die Bullseye Ultraboost Allround-Rute von Lieblingsköder geschenkt. Eigentlich ist die zum Spinnfischen am Kanal gedacht, aber den Blinker mit 3,9g schafft die noch ganz gut zu werfen.

Katharinas erter Fisch dieses Jahr, mit der neuen Rute auf einen neuen Köder gefangen. Petri!

Insgesamt hat es im Nachhinein viel Spaß gemacht und uns auch wieder ordentlich motiviert und Selbstvertrauen geschenkt. Darauf wollen wir aufbauen. Leider sind schon alle Plätze für das nächste Wochenende vergeben sonst hätten wir den Sonntag nochmal wiederholt.

Uns hat die Anlage gut gefallen – wir waren schon länger nicht mehr da, obwohl es nur knapp 10 Minuten von uns entfernt ist. Wir werden die Anlage zukünftig öfter besuchen. Karfreitag gibt es einen Sonderbesatz mit Seeforellen, Ostersonntag mit Gold-, Kupfer- und Tigerforellen – leider sind da auch schon alle Plätze vergeben. Wir haben uns zum „Restefischen“ am Ostermontag angemeldet. Im Sommer werden Störe, Welse und Aale besetzt, was auch mal interessant sein könnte. Mal gucken, ob die amtierende Aal-Königin auch am Angelsee punkten kann. Ausserdem wird es auch mal Besatz mit Streifenbarschen geben – das hat Katharina ein bisschen angefixt.

Ich freue mich schon aufs nächste Wochenende – egal was kommt. Hauptsache am Wasser 😉

Veröffentlicht von

Daniel

Ich bin Daniel, Jahrgang 1981, IT-Supporter, Hobby-Gärtner, Hobby-Handwerker, Katzen-Papa und leidenschaftlicher Angler. Über das Angeln schreibe ich aktuell in meinem neuen Blog www.MeinAnglerLatein.de.

Ein Gedanke zu “Forellen im Sturm”

  1. Ich kann Daniel nur bestätigen, es war ein toller Nachmittag der uns viel gebracht hat . Besonders mein Erfolg ,mit der neuen Rute war total super für mich . Ich hatte mich bei dem Biss richtig erschrocken weil ich ein bisschen verträumt eingekurbelt habe . Gut das Daniel so schnell reagiert hat und mit dem Kescher parat war. Und ich kann sagen der selbst gefangene Fisch schmeckt immer noch am besten 🤤.

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