Maifang – es hat gescheppert – 01.05.2021

Gestern war der erste Mai. Wir waren am Kanal und es war einer meiner besten Angeltage bisher. Ich springe aber, wie so oft, erstmal ein paar Tage zurück. Okay, heute mal nur einen Tag 🙂

Freitag – Alte Fahrt

Am Freitag, 30.04. habe ich eher Feierabend gemacht und bin zur Alten Fahrt gefahren. Ich war vorher im Raiffeisen Markt beim Köder- und Tackle-Dealer meines Vertrauens. Dem habe ich natürlich auch erzählt was ich vorhabe und wo ich hin will und er meinte noch „Die Stelle ist gut. Wenn du ca. 100m läufst gibt es auch gute Angelstellen… da muss du mal gucken, ob du da noch einen Platz gekommst.“

Ich fahr da hin und seh schon auf dem Parkplatz viele Autos. Da ist ein kleiner Wanderparkplatz, wo häufig Angler und Spaziergänger parken. Gerade Leute die mit Ihren Hunden eine große Runde gehen, stehen dort oft. Ich bin also erstmal ausgestiegen, die Treppe hoch um zu gucken und hab nicht schlecht gestaunt.

Direkt rechts von der Treppen am dritten Becken saßen schon zwei oder drei Mann. Man konnte etwas weiter, an einem der besagten Plätze, einen weiteren Angler sehen. Am zweiten Becken auf der Brücke stand jemand und stippte, vermutlich auf Köderfische. Am ersten Becken sah ich schon Karpfenangler sitzen… Okay, hier ist heute voll.

Ich bin dann weitergefahren und habe es an einer anderen Stelle näher Richtung Olfen versucht. Dort kommt man ganz gut mit dem Auto ran und kann problemlos am Ufer sitzen. Katharina und ich haben uns den Platz bei einem unserer Spaziergänge schon einmal angeschaut. Angeln war ich da oben aber bisher noch nicht.

Mein Angelplatz an der Alten Fahrt.

Gut, hier habe ich es mir bequem gemacht. Feeder, Method Feeder und eine Posenrute aufgebaut, etwas angefüttert und auf einen Biss gewartet. Ich hatte etwas Schleienfutter angerührt – ganz klassisch mit etwas Erde, Wurmstückchen und Mais. Ich wäre über jeden Fisch glücklich gewesen, aber mein Ziel war definitiv eine Schleie.

Beim Ausloten der Pose merkte ich schon dass das Becken recht flach ist. Um die 2m Wassertiefe, in der Mitte auch etwas tiefer, aber weitem nicht die 6-7m die wir vom Kanal gewohnt sind. Im Sommer ist dieses Becken immer richtig zugewachsen, darum erhoffte ich mir hier gute Chancen. Ein Becken weiter hatte wir abends auch Schleien am Ufer gesehen, darum war ich sehr zuversichtlich, daß es hier doch Fisch, wenn nicht sogar den Zielfisch geben muss.

Ich habe nichts gefangen! Ich hatte keinen Biss, nichtmal eine Grundel ließ sich blicken. Es war wie verhext 🙂 Trotzdem war es ein schöner Nachmittag und guter Start in den Urlaub. Es war schön entspannend, das Wetter spielte mit und ich konnte in Ruhe die Natur genießen. Eine Ente mit sieben Kücken kam immer wieder mal vorbei – bei unserem letzten Spaziergang hatten wir allerdings noch neun Kücken gezählt. Schräg gegenüber baute ein Blesshuhn-Pärchen an seinem Nest, ein Storch flog über mich hinweg, eine Maus inspizierte meine Rutentasche und ein Feldhase stand plötzlich keine zwei Meter von mir entfernt auf dem Weg und guckte mir zu. Für einige Begegnungen war ich leider nicht schnell genug an der Kamera, aber ein paar tolle Bilder konnte ich machen.

Samstag – Hammer Mündung

Samstag haben wir uns mit einem befreundeten Angel-Pärchen zum corona-konformen Maifang an der Hammer Mündung verabredet.

Wir saßen wieder vorne in der Ecke und ich hatte die Chance meine Feeder-Technik vom letzten Ansitz zu wiederholen und zu prüfen, ob meine Taktik aufgeht… okay, ich glaube ich habe das Ergebniss in der Einleitung schon verraten.

Es funktioniert… reproduzierbar und dieses Mal kann man auch nicht von einem Glückstreffer sprechen.

Gleich zwei Döbel konnte ich mit meiner Feederrute überlisten. Gefangen auf Maden, vor der Steinpackung. Ich habe wieder meine Schnur eingeklippt, immer die gleiche Richtung angepeilt und mir so einen schönen Futterplatz aufgebaut und dort immer wieder meinen Köder angeboten. Belohnt wurde ich dort mit vielen Bissen, nicht alle hingen. Einer war besonders spektakulär, die Rutenspitze hat sich fast um 90Grad gebogen, ich habe direkt meine Lunchbox fallen lassen und angehauen – aber da war leider nicht. Wer auch immer da meinen Köder aufgenommen hatte, hat wohl sofort die Flucht ergriffen und den Köder wieder ausgespuckt ehe ich anschlagen konnte.

Zwei Rotaugen konnte ich überlisten, davon eines mit 32cm. Aktuell mein größtes.

Ein schöner Fisch – der zweite des Tages.

Ausserdem habe ich einen Brassen von 42cm mit ca. einem Kilo Gewicht gefangen. Ebenfalls an meiner Feederrute an der gleichen Stelle. Das war ein schöner Biss… den könnte man leicht übersehen, weil der Brassen mit entgegen kam – also statt einem Biss mit Zucken in der Rutenspitze war nur zu sehen daß die Spannung nachließ, die Rutenspitze ganz gerade stand und die Schnur schlaff wurde. Also habe ich angehauen und merkte sofort Widerstand am anderen Ende. Katharina lief schon zum Kescher, die Rute bog sich und der Fisch lieferte einen Drill bei dem er auch mal gegen die Bremse gewann und etwas Schnur nahm. Das war schon mehr als das simple Einkurbeln, dass wir sonst gewohnt waren.

Die dritte und bisher größte Brasse meiner Anglerkarriere.

Grundeln habe ich dort keine gefangen, warum verstehe ich nicht ganz. Gerade am Fuss der Steinpackung wimmelt es von denen. Und bewegte Maden verschmähen die Grundeln auch nicht. Einmal hatte ich ganz leichte Zupfer – da habe ich zu Katharina noch gesagt, daß die Grundeln jetzt auch bei mir aktiv werden. Sie konnte sich mit der Stippe darauf verlassen, daß die Grundeln Ihren Wurm oder die Maden ins Visier nehmen sobald sie Ihre Ruten auslegt. Aber ich hatte tatsächlich bisher keine einzige… also habe ich eingeholt und siehe da: Immer noch keine Grundel! Dafür der erste Barsch in 2021. Wenn auch nun ein ganz kleiner – trotzdem schon ein schöner Fisch. Barsche finde ich echt hübsch 🙂

Der erste Barsch des Jahres… dem Nachwuchs scheint es gut zu gehen.

An meinem Method Feeder habe ich nichts gefangen. Es lag aber nicht unbedingt am Köder… ich hatte zwischendurch ein, zwei Zupfer. Plötzlich einen Biss… die Rutenspitze zuckte, der Freilauf ging an und der Bissanzeige piepte. Ich hab dir Rute schnell aufgenommen, leicht gefühlt und ja, da hing was am Ende. Ich habe dann nochmal angeschlagen und mein Vorfach riss… Sowas ärgerliches! Ich nehme an das wurde über einen Stein oder Muscheln gezogen und war schon etwas beschädigt. Normalerweise reist das nicht so einfach. Das ist ein 0.20er Mono-Vorfach mit genug Tragkraft, dazu die Feederspitze meiner Rute die viel von dem Druck abfedert. Vielleicht hätte ich nicht mehr anschlagen sollen… normalerweise hackt sich der Fisch bei der Method Feeder Montage, wie ich sie einsetze, selbst.

Das ist schonmal passiert… ich glaube beim Method Feeder fehlt mir noch die Routine. Zukünftig werde ich da öfter mal das Vorfach prüfen und bei einem Biss nicht mehr anschlagen, wenn der Fisch eh schon Schnur genommen hat. Sonst wäre das sicher ein Fisch mehr gewesen.

Knapp unterhalb des Schlaufenknotens ist das 0.20er Vorfach gerissen. Auf dem Foto sehe ich glücklicher aus, als ich tatsächlich war.

Als dritte Rute hatte ich dieses Mal eine Karpfenrute mit einem Boilie ausgelegt. Quasi als Bonus-Rute… man weiß ja nie. Es muss ja nicht immer ein mehrtägiger Karpfenansitz mit kiloweisen Vorfüttern sein. Heute tat sich an der Rute aber leider nichts.

Katharina konnte ausser Grundeln leider nichts fangen. Am Ende hatte sie einen guten Biss an Ihrer Bolo-Rute. Die Pose tanzte leicht hin und her, ging nicht wirklich unter, wanderte aber konstant in eine Richtung. Katharina hat etwas Schnur gegeben und den Fisch noch etwas laufen lassen ehe Sie vorsichtig anschlug. Es hing leider nichts… trotzdem ein vielversprechender Biss. Wir waren aber schon am Einpacken und wollten nach hause – es ware ca. 20 Uhr, biss 22 Uhr muss man ja aktuell zu hause sein und wir wollten uns auf dem Rückweg noch was zu Essen holen. Sonst wären wir gerne noch länger geblieben.

Ich tippe bei diesem Biss ja eher auf einen Aal – das wäre auch wieder typisch für die amtierende Aal-Königin 🙂 Aber, wie schon meine Erfahrungen am Schrotthafen vor ein paar Wochen gezeigt haben, imitieren Grundeln dieses Verhalten auch schon. Das ist das Spannende am Angeln.. am Ende können wir es nicht mit Gewissheit sagen. Das meiste unserer Angelei spielt sich unter Wasser ab, für uns unsichtbar. Wir interpretieren nur Bewegungen der Posen oder das Zittern in der Rutenspitze, übertragen nur durch eine dünner Schnur über mehre Meter Entfernung hinweg.

So, der Urlaub ist damit eingeläutet. Ein guter Start. Morgen geht´s nochmal zur Alten Fahrt.. mal schauen, ob wir nicht doch noch etwas Glück mit den Schleien haben. Und ausserdem dürfen wir seit gestern wieder auf Hecht angeln… also werden wir auch eine Köderfisch-Rute auslegen… vorausgesetzt wir fangen einen passenden Köder.

Wer lotet der fängt? – 25.04.2021

Heute waren wir mal wieder an der Hammer Mündung. Wir hatten ca. 14 Grad, die Sonne kam immer wieder mal raus und hatte echt Power, aber es wehte ein eisiger Wind. Trotzdem war es ganz angenehm an der frischen Luft.

Dieses Mal saßen wir wieder direkt „vorne“ am Beginn der Mündung, dort wo es die letzten Male zu windig war. Ich möchte keine Screenshots vom Google Maps machen und hier verwenden – aber ich denke ich werde mal ein paar Skizzen der Angelstellen anfertigen und diese Katharia mit Aquarell colorieren lassen. Dann kann man sich das auch optisch besser vorstellen.

Fürs erste nutze ich dieses Foto:

Hier kann man gut erkennen, daß wir auf der Spundwand sitzen, nach rechts raus aber die Steinpackung beginnt. Hier ist eine kleine Bucht entstanden, die auch nicht so tief ist. Auf dem Foto ist die grüne Tonnne/Boje zu erkennen. Diese markiert die Steuerbordseite der Fahrrinne – oder auf Deutsch: zwischen Tonne und Steinpackung ist es zu flach für die Schifffahrt. Und das ist der Bereich in dem ich angeln möchte. Das geht hier von der Ecke mit der Feederrute sehr gut, man wirft quasi parallel zur Steinpackung Richtung Tonne.

Ich habe mir vor dem Angeln etwas Zeit genommen und mit einer Lotmontage die Tiefe in unterschiedlichen Entfernungen gemessen. So konnte ich ungefähr die Kante ermitteln, wo der Flachwasserbereich zur Fahrrinne hin abfällt.

Auf die Stelle habe ich ein paar Leerwürfe mit dem Feederkorb gemacht und meine Schnur dann im Schnurklip der Rolle fixiert. So konnte ich mit allen nachfolgenden Würfen immer die gleiche Reichweite erreichen – knapp an der Kante. Ausgeworfen habe ich immer vorn der selben Position aus und dabei immer den mittleren von drei Strommasten auf der anderen Seite anvisiert.

Mein Ziel war es möglichst genau immer wieder den gleichen Futterplatz zu treffen.

Die Theorie dahinter ist mir schon länger bekannt, aber in der Praxis habe ich das bisher noch nicht ausprobiert. Vor allem das Auswerfen, immerhin mit 40g Korb zuzüglich Futter, in den Schnurklipp kostete einige Überwindung. Wirft man zu zaghaft landet der Korb schon vor dem Ziel im Wasser… unter Umständen angelt man dann im „nirgendwo“, während sich die Fische am angelegten Futterplatz den Bauch vollschlagen. Wirft man aber zu kräftig und fängt den abrupten Stopp, wenn die Schnur zu Ende ist, nicht mit der Rute ab läuft man Gefahr das die Schnur reisst – meist an einer der Schwachstellen wie zum Beispiel am angeknoteten Karabiner (dann verliert man nur den Korb) oder sogar an der Verbindung zwischen Hauptschnur und Schlagschnur. Dann verliert man seinen Korb, die Montage und 10m Schnur. Zum einen tut sowas in der Brieftasche weh, zum Anderen sind 10m Schnur im Wasser natürlich auch nicht waidgerecht und schon gar nicht nachhaltig.

Aber ich habe das ganz gut hinbekommen. Ich habe nichts abgerissen (auch keine Hänger oder ähnliches -das ist mir aus ökologischen Gründen immer sehr wichtig) und bin immer ungefähr am gleichen Punkt gelandet. So konnte ich konstant am selben Futterplatz angeln – zumindest war das mein Eindruck. Um die Beobachtungen zu bestätigen bräuchte ich einen Taucher.

Ob das Ganze erfolgreich war lässt sich so einfach leider nicht bestätigen. Ich habe auf Caster und Maden ein schönes Rotauge von 30 cm Länge gefangen. Der einzige Friedfisch an diesem Tag, abgesehen von den üblichen Grundeln. Ich bin mir sicher das ich kurz darauf noch einen guten Biss an der gleichen Stelle hatte, aber der hing leider nicht. Parallel wurde ich auch von einem schönen Biss an meinem Method Feeder abgelenkt- der aber leider auch nicht verwertet wurde.

Ich muss den Versuchsaufbau nochmal wiederholen – ein paar Fische mehr zu gleichen Bedingungen wären nicht schlecht um den Erfolg zu beurteilen. So kann es auch ein Glückstreffer gewesen sein.

Trotzdem bleibt generell der Eindruck: es lohnt sich sich vor dem Angeln Zeit zu investieren, den Platz genau festzulegen, ruhig auch mal ausloten zum Beispiel um die Kante zu finden und konstant immer am gleichen Futterplatz zu bleiben.

Am kommenden Freitag (übermorgen) werde ich Nachmittags alleine zur Alten Fahrt fahren. Wir waren dort gestern spazieren und konnten schon eine paar Schleien am Ufer beobachten. Das juckt mir natürlich in den Fingern. Ausserdem ist es schon wieder wärmer geworden und die Sonne der letzten Tage hat das Wasser aufgewärmt. Es bleibt abends auch länger hell so dass man schon schön entspannt die Dämmerungsphase am Abend mitnehmen kann. Ab 22 Uhr beginnt die Ausgangssperre, also packe ich gegen 21 Uhr zusammen, das sollte noch Lampe machbar sein.

Samstag ist der 1. Mai – da werden wir vermutlich wieder zum Kanal fahren.

Mit dem 1. Mai endet auch die Hechtschonzeit und wir haben in der nächsten Woche Urlaub. Wir haben ein paar Pläne für die Woche, also seid gespannt 😉

Schleuse Ahsen – 18.04.2021

Am Sonntag waren wir an der Schleuse Ahsen angeln… aber ich springe nochmal ein paar Tage zurück.

Alte Fahrt

Am Dienstag, den 13. April sind wir Abends eine Runde an der alten Fahrt spazieren gegangen. Die alte Fahrt ist der alte Verlauf des Dortmund-Ems-Kanals und führt vom Dattelner Meer Richtung Olfen. Bis Olfen führt die alte Fahrt Wasser, danach geht es trocken weiter bis zum Yachthafen in Olfen wo man wieder an den neuen Verlauf des Dortmund-Ems-Kanals anknüpfen kann.
Die Alte Fahrt (genau wie die neue Fahrt) überquert dabei auf zwei beeindruckenden Brücken sowohl die Lippe als auch die Stever.

Blick über die alte Fahrt auf die St. Vitus Kirche im Zentrum von Olfen

Wir dürfen durch die Verbandsmitgliedschaft die Alte Fahrt beangeln, ausgeschlossen sind die letzen Becken vor Olfen, die sind dem lokalen Angelverein vorbehalten. Hier bräuchten wir eine Gastkarte.

Das Gewässer ist in mehre Becken durch entsprechende Deiche aufgeteilt, die Becken sind aber untereinander verbunden. Es gibt kaum Ströumg, obwohl es eine Verbindung zum Kanal und zur Lippe gibt. Im Sommer sind einige Bereiche stark verkrautet, die Ufer sind bewachsen, teilweise bis ins Wasser hinein. Das macht das Gewässer nicht gerade einfach, aber trotzdem spannend. Es soll hier gute Schleien geben, im ersten Becken, von Datteln aus gesehen, tummeln sich große Karpfen die im Sommer gerne an der Oberfläche stehen.
Hechte fühlen sich hier auch wohl. Ich habe hier schon mehrere kleine Hechte fangen können. Einmal hat mit beim Feedern ein guter Hecht ein Rotauge vom Haken geklaut.
Generell ist es ein schönes Biotop, hier gibt es immer was zu sehen. Schildkröten, die sich in der Sonne wärmen, Fische, Wasservögel aller Art. Von der Brücke aus hat man einen schönen Ausblick auf die Lippe.

Ich habe ein paar Fotos gemacht, die ich gerne mit euch teilen möchte.
Aktuell sehen wir viele Blesshühner in Ihren Nestern sitzen und brüten.
Ein Highlight am Dienstag war ein Angler, der quasi in dem Moment wo wir am anderen Ufer gegenüber standen, einen Biss bekam und einen guten Karpfen fangen konnte – davon habe ich allerdings kein Foto.

Schleuse Ahsen

Am Sonntag waren wir dann an der Schleuse Ahsen am Wesel-Datteln-Kanal.
Am Wesel-Datteln-Kanal gibt es eine ca. drei Kilometer lange Stecken zwischen den beiden Schleusen Datteln und Ahsen.
An dieser Strecke finden auch die meisten Vereinsaktivitäten statt, allerdings eher im Bereich Datteln. Die Stelle in Ahsen ist recht interessant. Man kann dort gut parken und hat an der Spundwand ausreichend Platz zum Sitzen. Auf der anderen Seitung gibt es eine interessante Steinpackung mit Uferböschungen.
Im Sommer ist die Stelle, und generell die komplette Strecke, sehr interessant.

Eine Herausforderung dieser Strecke ist allerdings die Strömung – solange der Schleusenbetrieb aktiv ist wechselt die Strömung immer von rechts (Datteln) nach links (Ahsen). Ein 40g Futterkorb rollt hier gerne mal meterweit mit. Ich habe trotzdem mit Futterkorb geangelt. Mit 40g kommt man gut einmal über den Kanal und kann dann vor der gegenüberliegenden Steinpackung ablegen. Hänger muss man hier leider in Kauf nehmen, in der Regel bekomme ich meinen Korb aber wieder frei.

Das Wetter war ganz okay, es war nicht zu kalt. Es war generell trocken (von einem kleinen Schauer zwischendurch abgesehen) und die Sonne kam immer wieder durch.
Trotzdem tat sich einfach nichts. Ich habe ein paar der obligatorischen Grundeln gefangen, aber sonst leider nichts.

Geangelt habe ich wie so oft mit einer Feederrute mit Maden, Mais und Würmstücken als Hakenköder und meinem Method Feeder mit Dumble bzw. Miniboilies. Katharina hatte Ihre Stipprute und die Bolorute im Einsatz, beide mit ihren neuen Lutscherposen ausgestattet um diese auch mal in der Strömung zu testen.
Mit der Kombo möchte Sie hier an der Strecke an unseren Vereins-Angelein teilnehmen. Leider wurden gerade alle Aktivitäten bis Anfang Juli aufgrund der Corona-Situation abgesagt. Ich hoffe dass wir im Laufe des Jahres auch mal wieder zu einem normalen Vereinsleben zurückkehren können – das findet jetzt fast schon ein Jahr lang nicht mehr statt und fehlt uns schon.

Lippe

Vorgestern sind wir dann an der Lippe spazieren gewesen.
Wir versuchen einmal pro Woche abends einen Spaziergang in der Umgebung zu machen. Meistens gehen wir irgendwo ans Wasser, die Neugier ist einfach immer dabei.
Wir sind nahe der B235 vorbei an der Burgruine Rauschenburg Richtung des neuen Naturschutzgebiets zum Aussichtsturm gelaufen.
Ich habe dabei auch wieder ein paar Fotos gemacht. Darunter eine Stock-Ente die majestätisch auf einem Stück der alten Burgmauer thronte und sich genau in dem Moment in dem ich ein Foto machen wollte zum Abflug entschied.

Das war es für diese Woche. Am Sonntag wollen wir wieder mal zur Hammer Mündung.
Übernächste Woche haben wir eine Woche Urlaub, da haben wir schon ein paar Pläne gemacht darunter Lippe, Offlumer See, Forellensee. Ausserdem endet am 01. Mai die Hechtschonzeit, was uns wieder ein paar Möglichkeiten bietet. Da werde ich sehr wahrscheinlich ein paar Beiträge mehr veröffentlichen.

Also seid gespannt 😉

Daniel

Aprilwetter – 09. und 11.04.2021

Was war das für eine Woche?
Mit Schnee, Regen, Schnee, einem frühlingshaften Freitag, und einem verregneten Wochenende..

So ähnlich sollte meine Einleitung klingen, als ich letzte Woche begonnen habe. Zeitlich habe ich es aber nicht mehr geschafft und jetzt ist das schon zwei Wochen her. Ich habe überlegt den Beitrag auszulassen… aber mich dann dagegen entschieden. Besser spät als nie und ich möchte ja Lücken im Lebenslauf vermeiden.

Mich juckte es nach meiner Ausszeit über Ostern schon in den Fingern und so war ich vor zwei Wochen zweimal am Kanal zum Angeln 🙂

Freitag – Grundeln satt

Am Freitag abend war ich nach Feierabend am Dortmund-Ems-Kanal in Waltrop. Wir nennen die Stelle „am Knick“ oder „Schrotthafen“. Hier gab es wohl früher mal einen Hafen, heute ist es einfach eine Bucht (oder ein Knick?) im Kanal, mit hohen Spundwänden und einem relativ flachen und im Sommer stark verkrauteten Uferbereich.
Gerade wenn das Kraut da ist ist die Stelle immer voller Fisch. Hier wurden auch schon Schleien gefangen, weshalb ich es hier immer wieder versuche. So auch am Freitag.

Ich hatte zwei Ruten mit, eine Bolo-Rute mit LED-Pose und eine Posenrute mit Waggler-Pose inklusive Knicklickt. Am Haken habe ich Tauwurmstückchen und Maden angeboten.

So saß ich dann da in der aufkommenden Dämmerung und wartete. Bereits beim Anfüttern konnte ich Laubenschwärme beobachten, es platschte um mich herum auch immer wieder mal an der Oberfläche – für mich ein gutes Zeichen: es sind Fische aktiv!
Am Anfang tut sich nichts. Ein Vater mit Sohn hat es ein paar Meter weiter wohl auf Barsche versucht. Noch ein kleines Stück weiter sitzt ein Vater mit seiner kleinen Tochter – doch beide gehen mit dem kommenden Abend.
Dafür kommen zwei weitere Angler und setzen sich auf halber Strecke zwischen Knick und Brücke mitten in die Steinpackung. An den Kanälen wurden überall die Uferböschungen beschnitten so daß die meinsten Steinpackungen aktuell komplett frei sind – da ergeben sich ein paar interessante Plätze.
Die beiden angeln anscheinend direkt am Fuss der Steinpackung auf Aale. Ich höre immer wieder die Glocken, wenn die Montagen geprüft werden. Einen Fang habe ich nicht mitbekommen.
Okay, so sitze ich da und trinke ein Radler. Es wird langsam dunkel, aber es ist trotzdem sehr angenehm. Meine Jacke habe ich bis zum Schluss nicht angezogen – es waren am Freitag ca. 15 Grad.
Die Tage davor waren aber recht kalt und mit Schnee, Schneeregen und teilweise auch Hagel wurde viel kaltes Wasser in den Kanal gebracht. Ich muss mir unbedingt mal ein Wassertermometer zulegen – aber ich rechnete damit dass das Wasser recht kalt und die Fische noch sehr passiv sein würden.

Ich hatte ein paar Bisse bei denen sofort Spannung aufkam. Wer mit der Pose am Kanal angelt kennt das: wenn die Pose im Wasser steht und plötzlich einmal ruckartig, aber nur ganz minimal runtergezogen wird… und danach sofort wieder aufsteigt. Das ganze mehrmals hintereinander.. das ist oft ein Zeichen für Grundeln die versuchen den Köder in Ihre Höhle zu ziehen. Das möche man in der Regel nicht 🙂 Wenn die Pose aber leicht tänzelt und sich plötzlich anfängt in eine Richtung zu ziehen, dann wird man ganz aufmerksam. Solche Bisse hatte ich… voller Zuversicht habe ich die Rute aufgenommen, langsam Schnur eingeholt und bin langsam mit der Rutenspitze mitgegangen. Jetzt bloss keinen Verdacht erregen, warte auf den Anhieb… tut sich noch was? Ja, ganz leicht zuckt die Pose immer wieder runter und jetzt macht sich sich wieder auf den Weg… Zack, einmal den Anhieb gesetzt. Man erwartet heftigen Widerstand… doch was ist? Grundel 🙂

Das kann nicht wahr sein, die wollten mich am Freitag echt ärgern. Ich schwöre, ich hatte einen Hebebiss an meiner Waggler-Liftmontage… und dran hing eine größere Grundel. Wie die das gemacht hat kann ich mir nicht erklären. Grundel kleben quasi am Boden. Dass eine Grundel einen Köder vom Boden aufnimmt und damit ein paar Zentimeter Richtung Oberfläche schwimmt, was zum Hebebiss führt, habe ich noch nie erlebt.

Gegen 21 Uhr habe ich Feierabend gemacht. Bis auf ein paar Grundeln habe ich nichts gefangen. Aber es was ein schöner Abend, die Spannung bei den Bissen war da, egal was am Ende dran hing und am Ende freute sich meine Katze über Fisch.

Hier mal ein paar Fotos aus der Dämmerung. Auf dem rechen Bild sieht man unser Wahrzeichen „Datteln 4“ im Hintergrund.

Sonntag – Nichts am Hebewerk

Sonntag waren Katharina und ich dann wieder zusammen unterwegs. Dieses Mal wollten wir uns am Hebewerk hinsetzen, also Dortmund-Ems-Kanal oberhalb von Henrichenburg. Dort gibt es eine Ecke wo die Spundwand in die Steinpackung übergeht – der Kanal verbreitet sich dort vor der Schleuse und der Altarm des DEKs zum historischen Hebewerk zweigt hier ab. Eine tolle Stelle mit viel Wasserfläche, flachen Uferbereich, Struktur und einer Ein- und Ausfahrt durch die Fische zwischen Kanal und Altarm hin und her pendeln können.

Leider spielte das Wetter gar nicht mit. Es war kalt, regnete und irgendwann frischte der Wind auf. Katharina hat gestippt und ich habe meine Feeder-/Methodfeeder-Körbe im Übergang von Kanal zum Altarm platziert. Wir hatten nicht einen Biss… nicht mal die Grundeln, die mich zwei Tage zuvor keine 1000 Meter weiter aufwärts geärgert hatten, ließen sich blicken.

Wir sind dann auch recht früh wieder nach Hause gefahren. Später klärte es noch etwas auf und sogar die Sonne ließ sich noch blicken… aber da saßen wir schon auf der Couch und genossen den Feierabend.

Okay, soviel zu dem Wochenende… zum letzten Wochenende schreibe ich noch was separat. Wie immer noch kein Fisch, nichts womit man als Angler angeben könnte, aber ich bleibe positiv. Das Wetter wird besser, das Wasser wärmer und wenn der Stoffwechsel wieder anläuft, bekommen die Fische Hunger 😉

Fohe Ostern

Heute ist Ostermontag – ich sitze zuhause und gucke in den Garten und wundere mich, daß es schneit. Naja, wohl eher Schneeregen, aber es sind ganz klar Schneeflocken zu erkennen.
Katharina sagte schon, dass sie froh sei, heute nicht am Forellensee zu stehen und nass zu werden. Aber seien wir ehrlich: Lieber nass beim Angeln, als trocken irgendwo anders 🙂

Meinem Arm geht es schon wieder besser. Die Pause hat ganz gut getan. Morgen noch schonen, ab Mittwoch darf ich wieder arbeiten. Diese Woche bleibe ich zuhause und arbeite von hier. Donnerstag muss ich nochmal zum Arzt, mal schauen was der sagt. Ich mache auf jeden Fall schon Pläne für das kommende Wochenende 🙂

Freitag abend nach Feierabend werde ich wohl mal alleine für zwei, drei Stunden zum Kanal fahren. Sonntag fahren wir wieder zu zweit los – wohin steht noch nicht 100%ig fest, aber wir haben ein paar Ideen.

Wie im letzten Beitrag schon angekündigt waren wir Karfreitag spazieren. Wir sind zum Ternscher See zwischen Olfen und Selm gefahren und haben den See umrundet. Es ist kein großer See, also ist das keine große Runde… aber doch ganz nett. Von dort aus haben wir einen Abstecher zu Stever gemacht, die ca. 250m am See vorbeifließt. Etwas über 5km haben wir so zusammenbekommen.

Der Ausflug war auch angeltechnisch ganz interessant. Es ware viel los am See… Angler am Ufer, Angelboote auf dem See, viel Betrieb. Wir konnten einige Fänge beobachten – wenn ich das richtig gesehen habe, wurden Forellen besetzt die am Karfreitag vom ansässigen Verein beangelt wurden.

Wir waren bisher weder am See noch an der Stever angeln – für beides bräuchten wir eine Gastkarte. Aber interessiert sind wir auf jeden Fall. Mal schauen, irgendwann versuchen wir dort auch mal unser Glück.

Impressionen vom See

Storch im Anflug

Direkt bei unserer Ankunft hatte ich das Glück einen Storch im Landeanflug fotografieren zu können.

Abstecher zur Stever

Um zur Stever zu kommen geht man vom Parkplatz am See ein paar Meter einen Radweg Richtung Kanal und überquert die Stever dann über eine kleinen Brücke. Unter der Brücke hatten sich ein paar Äste verfangen und bildeten etwas Schutz vor der Strömung und anderen Räubern – hier war alles voll mit Brutfischen.

Wasservögel

Ein paar Wasservögel bekam ich am See und an der Stever, bzw. im angrenzenden Biotop auch vor die Linse.

Heute mal ein paar Fotos mehr als sonst. Im nächsten Beitrag geht es aber wieder ums Angeln, versprochen.

Kommt gut in die neue Woche.

Karfreitag gibt es Fisch… aber geangelt wird nicht!

Nach einem grauen, tristen und windigen aber dennoch erfolgreichen Angelsonntag besserte sich das Wetter in dieser Woche spürbar.

Die Sonne schien, ich war zu Fuss im Pullover unterwegs und kam schon ins Schwitzen. Einen Nachmittag saß ich mit T-Shirt bei 23 Grad im Garten. Die Natur legt jetzt richtig los… das merke ich nicht nur in der Nase und den Augen. Ja, ich habe im Frühling immer etwas Heuschnupfen. Ich glaube Hasel ist das erste was anfängt zu blühen und mich teilweise schon Ende Februar zum Antiallergikum greifen lässt.

Aber das soll mich nicht aufhalten.

Was mich aktuell aufhält ist mein rechter Arm. Bedingt durch die tägliche PC-Arbeit, die ich in meiner Freitzeit auch noch am eigenen PC, an der Playstation oder dem iPad fortsetze, habe ich mir über die Jahre ein paar Probleme am Ellenbogen zugezogen.

Da ich letzte Woche schon Schmerzen hatte, war ich am Dienstag beim Arzt der das untersucht hat. Der Muskelansatz der Streckmuskeln im Unterarm ist entzündet, was zu Schmerzen bei Überbelastung führt. Belastet werden die Muskeln beim Bewegen der Maus, beim Tippen auf der Tastatur… quasi bei allem, was aus dem Handgelenk und den Fingern kommt. Im Volksmund spricht man vom Tennisarm. Ich habe jetzt eine Bandage bekommen, wurde bis nach Ostern krank geschrieben und soll den Arm schonen. Neben der PC-Arbeit bedeutet das für mich auch erstmal aufs Angeln zu verzichen.

Was schade ist. Wir hatten schon Pläne für Ostern: Karfreitag wollten wir zum Kanal – wieder die übliche Stelle, dieses Mal beide mit Posen und Würmern. Am Ostermontag wollten wir zum Forellensee wo über Ostern Seeforellen, Tigerforellen und Goldforellen besetzt werden.

Echt schade… vor allem bei dem aktuellen Wetter.

„Hauptsache am Wasser“

Ein üblicher Spruch, wenn man nichts gefangen hat, lautet „Naja, hauptsache am Wasser“ oder „Immerhin in der Natur“. So haben wir das schöne Wetter trotzdem genutzt um ans Wasser zu kommen, nur ohne Angelruten.

Am Dienstag waren wir Nachmittags am Kanal, etwas spazieren, Fotos machen und, wie man das als Angler so macht, gucken ob man schon Fische sehen kann 😀

Ich habe ein paar Fotos gemacht, die will ich euch nicht vorenthalten.

Am Graben haben wir viele Frösche gesehen beziehungsweise springen gehört sobald wir uns näherten. Im Wasser liegt schon viel Laich. Im Sommer gibt es hier immer richtige Konzerte. Auf dem zweiten Foto sieht man hinter dem Stein, versteckt im Schatten, einen Frosch unter Wasser sitzen.

Am wolkenlosen, blauen Himmel gab es auch ein bisschen was zu beobachten.

Wandertag am Donnerstag

Am Donnerstag musste ich vormittags ein paar Besorgungen machen – ein Paket verschicken, zur Apotheke und zum Gesundheitshaus. Bei dem Wetter bin ich natürlich zu Fuss los gezogen und selbstverständlich auch wieder am Kanal entlang – 12 km sind dabei zusammengekommen, inklusive Bratwurstpause. Das Selfie habe ich meiner Freundin geschickt um zu untermauern, wie schlimm es doch für mich ist, nicht am Computer sitzen zu dürfen 🙂

Leider war ich ohne Kamera unterwegs, aber ich hatte die Möglichkeit mit dem Handy ein paar Bilder zu machen. Ich bin quasi am anderen Ufer der Hammer Mündung entlang gegangen und konnte so nochmal ein paar Fotos von unserem Angelplatz aus der anderen Perspektive machen. Leider „nur“ mit der Handykamera und gegen die Mittagssonne, was nicht gerade ideal ist.

Das war mein kleines Update – heute mal komplett ohne Angeln 🙂

Ich hoffe das ist nächste Woche erledigt und wir können nach Ostern wieder losziehen. Wir werden wohl in den nächsten Tagen ein paar ähnliche Ausflüge in die Nähe machen, mal schauen Alte Fahrt, Lippe, Stever oder Ternscher See würden sich anbieten.

Wenn ich ein paar tolle Fotos mache oder es was interessantes zu berichten gibt, schreibe ich nochmal einen Beitrag.

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern frohe Ostern!

Bis zum nächsten Mal.

Ein neuer Tag, eine alte Leier und ein Fisch – 28.03.2021

Frühlingswetter… Ende März/Anfang April. Es ist immer noch windig.

Wir wollen wieder zum Kanal, dieses Mal an eine andere Stelle… aber mit einem Blick auf die aktuelle Windlage haben wir uns wieder für die gleiche Stelle von letzter Woche entschieden. Hier sitzen wir in einer kleinen Kuhle etwas windgeschützt, außerdem sollten wir den Wind dieses Mal von hinten bekommen. Rückenwind ist immer angenehmer. Also haben wir unseren Bollerwagen gepackt und sind die gewohnte Strecke vom Auto zum Spot gelaufen.

Hier sind mal ein paar Impressionen von unserem Angelplatz. Ich muss mir angewöhnen meine Kamera regelmäßig mitzunehmen und ein paar Fotos zu machen.

Wir sind gerade angekommen – ich baue meine Feederrute zusammen.

Geangelt haben wir wie beim letzten Mal auch schon – die alte Leier. Katharina mit ihrer Bolo- und Stipp-Rute. Ich mit einer Feederrute mit Futterkorb und einem Method-Feeder an der zweiten Rute.

Wir dürften jeder drei Ruten fischen, haben uns aber bewusst dazu entschieden jeweils nur zwei Ruten zu nutzen – quasi eine aktive Rute und eine passive. Bei Katharina passt es nicht so ganz mit zwei Posenruten, bei mir wäre der Futterkorb die aktive Rute und der Method Feeder mit Bissanzeiger und Freilauf die passive Rute.

Es werden auch wieder Tage kommen, an denen wir jeder mit drei Ruten fischen – vor allem beim Zander- und Aal-Ansitz, aber für so einen Sonntag Nachmittag sind zwei Ruten ausreichend.

Als Köder haben wir Maden, Dendrobena (Würmer) und Mais verwendet. Katharina hatte einige Bisse an der Pose auf den Wurm (zusätzlich zu den üblichen Grundelbissen, die können wir mittlerweile gut unterscheiden) weshalb wir später komplett auf Würmer gesetzt haben.

Klar ziehen die auch Grundeln an, von denen wir auch ein paar gefangen haben (eine geht immer an unsere Katze). Aber wir hatten auch auf größere Rotaugen, Brassen, Barsche und mit viel Glück ja sogar schon einen ersten Aal gehofft. Leider vergeblich… bis Katharinas Pose irgendwann auf Wanderschaft und dann kurz darauf auch auf Tauchstation ging – Biss!

Kurzer Anhieb und schon begann ihr erster Drill mit der neuen Bolo-Rute. Mit so einem 8-Meter-Stock ist das gar nicht so einfach, es hing aber kein starker Kämpfer am anderen Ende – also eigentlich war es eher ein Einholen und den Fisch in den Kescher bugsieren. Beim Keschern habe ich natürlich geholfen, obwohl Katharina das auch noch üben muss. Spätestens beim Vereinsangeln muss Sie selbst keschern.

Naja, ein schönes Gefühl, der erste „echte“ Fisch im Jahr 2021.

Jetzt begann das große Raten… schon beim ersten Sichtkontakt vermutete ich einen Brassen, musste das aber schnell revidieren. Spätestens im Netz konnten wir ausschließen. Normalerweise würden wir Rotaugen fangen, aber das war definitiv kein Rotauge – erkennbar an der Augenfarbe 🙂

Bei der Größe ist es oft nicht einfach die Friedfische untereinander zu unterscheiden. Wir schwankten zwischen Aland und Döbel. Anhand der Schuppenanzahl an der Seitenlinie konnten wir den Fisch dann als Döbel einordnen. Wir zählten 41 Schuppen enthlang der Seitenlinie was eher zum Döbel (40-48) als zum Aland (56-61) passt. Zum Glück kann man heute alles kurzerhand über das Handy im Internet heraussuchen.

Für einen kapitalen Fisch muss der noch etwas wachsen – der Kopf wird noch richtig massiv, aber man kann auf diesem Foto schon das große Maul erkennen. Trotzdem schon ein schöner Fisch.

An der Schwanzflosse hatte der Fisch eine leichte Verletzung – eventuell ein Kormoran… aber ich hoffe natürlich das stammt von einem größeren, hungrigen Raubfisch der genau diese Ecke als sein Jagdrevier auserkoren hat 🙂

Bei mir tat sich ausser den Grundeln am Wurm nichts. Mit meinem Method Feeder hatte ich Probleme – ich hatte mir extra neue Pellets geholt (eine Sorte die ich schon öfter hatte) und obwohl ich alles richtig angerührt habe, hielten die einfach nicht im Method Korb. Ich habe zwei unterschiedliche versucht, aber wenn ich den Feeder mit dem Ballen aus der Form genommen habe, hielt das einfach nicht. Was mir nicht vorher schon rausfiel, landete spätestens beim Wurf überall, nur nicht an meiner anvisierten Angelstelle. Ich habe die Pellets später in unser Futter gemischt und auf der zweiten Rute auch einen Futterkorb montiert.

Ich muss mal schauen, ob es mit feinem Method-Futter besser ist als mit Pellets. Ausserdem kann es nicht schaden, wenn das Futter zum Sortiment gehört – ich habe zum Beispiel ein paar Method Körbe von Browning da probiere ich vielleicht auch mal mit dem passenden Futter dazu anstatt mit Pellets, die vielleicht für eine ganz andere Form gedacht sind. Wenn ich das nächste Mal irgendwo die Method-Feeder von Guru mit dem Safty-Gummizug finde, nehme ich mir davon mal einen mit. Neben dem einfachen System finde ich die Idee mit der Köderplattform interessant. Die möchte ich gerne mal ausprobieren.

So endete unser Angeltag dann aber auch. Es war okay… noch nicht perfekt, aber besser als letzte Woche. Mal schauen, was wir als nächstes machen… Ostern steht vor der Tür… ein kleiner Spoiler auf meinen nächsten Beitrag: wir gehen nicht angeln. Ich habe mir den Arm verletzt… dazu schreibe ich noch was separat.

Feedern und Stippen am Kanal – 21.03.2021

Jeder Sonntag ist Angeltag – aber nicht jeder Angeltag ist Fangtag.

Am Sonntag waren wir wieder los – da wir keinen Platz mehr am Forellenteich bekommen haben, habe wir uns entschieden an den Kanal zu gehen und zu schauen ob die Friedfische schon munter sind.
Katharina griff wie immer zu Ihrer Stipp- und Bolo-Kombination, ich habe zwei Feederruten mitgenommen um es mit dem Futterkorb und Method-Feeder zu probieren.

Als Spott haben wir die Hammer Mündung gewählt. Hier zweigt der Datteln-Hamm-Kanal vom Dortmund-Ems-Kanal ab. Im Bereich des Dortmund-Ems-Kanals geht die Spundwand in eine langgezogene Steinpackung über, die über ca. 500m einen flachen, verkrauteten Uferbereich bildet.
Ein Hotspot in unserer Kanalgegend – hier habe ich schon Zander, Aal, Karpfen, Brassen, Rotaugen und Barsche gefangen.
Ausserdem ist der Platz etwas abgelegen, so daß man seine Ruhe hat. Erreichbar ist er am Besten mit dem Fahrrad oder, wenn man mit dem Auto kommt, durch einen 10-minütigen Fussmarsch vom Parkplatz an der Löhringhof-Brücke/Mülldeponie aus. Wir sind mit dem Auto gekommen, haben den Restweg dann zu Fuss zurückgelegt. Für solche Zwecke haben wir uns letztes Jahr einen Falt-Bollerwagen angeschafft, mit dem wir das meiste ganz entspannt hinter uns herziehen konnten.

Leider ist der Platz vorne an der Ecke auch sehr offen von allen Seiten und wir waren überrascht wie windig es doch war. Mit den langen Ruten lies sich kaum vernünftig hantieren und das Angeln war alles andere als angenehm.
Wir haben dann entschieden unsere Sachen zusammenzupacken und ein paar Meter weiter an eine geschütztere Stelle zu gehen. Hier endet die Steinpackung und geht wieder in die Spundwand über – allerdings gibt es hier am Ufer weiterhin einen sehr flachen Uferbereich mit einer steil abfallenden Kante. Im Sommer steht das Kraut hier 1-2 Meter breit bis knapp unter die Wasseroberfläche – hier sieht man gerade im Frühjahr häufig Karpfen und andere Weißfische. Nach der Laichzeit tummeln sich hier die Brutfische.. und dahinter natürlich die Räuber.

Am Sonntag bei ca. 8 Grad Lufttemperatur, starken Wind und Wolken sah es hier aber nicht so einladend aus, wie an manchen Sommertagen.

Wir angelten also so vor uns hin… Katharina mit zwei Posen, ich mit einem Feederkorb und einem Method Feeder. Den Method Feeder habe ich im tieferen Wasser vor der Kante abgelegt, den Feederkorb im flachen Wasser parallel zu Katharinas Pose – so konnten wir den gleichen Futterplatz nutzen.

Als Köder haben wir Maden und Würmer verwendet. Ich habe am Method Feeder einen Dumble angeboten.

Bis auf ein paar Grundeln haben wir in 6 Stunden leider nichts gefangen. Aber immerhin^^ Man sagt ja, wenn die Grundeln beißen, beißt auch alles andere.

Katharina hatte einen vielversprechenden Biss an Ihrer Bolorute, bei der die Pose immer wieder leicht abtauchte und sich langsam webbewegte. Der vorsichtige Anhieb ging aber leider ins Leere.

Bei mir tat sich etwas am Method Feeder, das ich aber nicht genau einordnen kann.
Ich fische den Method Feeder immer mit Freilauf und akustischem Bissanzeiger, den Method Feeder Korb nutze ich mit einer Durchlaufmontage und ca. 20-30cm davor eine Stopperperle. So kann ein Fisch mit minimalen Widerstand Schnur nehmen ehe er sich durch den Stopper selbst hakt (soweit die Theorie).
Plötzlich nahm etwas langsam, aber konstant Schnur, der Pieper ging an.. also habe ich die Rute aufgenommen… es lief immer noch langsam Schnur ab, also habe ich den Freilauf zugemacht und leicht angeschlagen – das fühlte sich im ersten Moment nicht nach einem gehakten Fisch an… aber plötzlich zog es am anderen Ende einmal… ich habe eingeholt, dabei merkt man das Gewicht des Feederkorbs natürlich, aber es war wieder kein Wiederstand zu spüren… und dann doch wieder ein Zug, als wenn irgendwas die Montage nach unten ziehen würden. Katharina hat sich schon mit dem Kescher bereit gemacht als dann endlich mein Feederkorb und der Haken in Sicht kam. Da war nichts… der Dumble sah bei näherer Betrachtung auch okay aus.
Strömung haben wir an der Stelle kaum, alle Schleusen sind weiter weg. Irgendwas muss in die Schnur gekommen sein, vielleicht ein Stock unter Wasser oder so – anders kann ich mir das nicht erklären.

Schade.. so hatten wir zwei Aktionen, bei denen es nochmal richtig spannend wurde, ansonsten bestand der Angeltag eher aus Wind, Warten und ein paar Grundeln. Immerhin Fische gefangen, da freute sich unsere Katzendame Lexxy abends. Sie bekommt immer ein paar Grundeln, wenn wir am Kanal angeln waren – interessanterweise frisst sie die als einzige, die beiden Kater gehen da nicht dran.

So ging ein Angeltag relativ ereignislos zu Ende.
Nächste Woche gehen wir wieder an den Kanal, Stelle steht schon fest, gleiches Setup wie heute.. bis dahin muss ich mir noch neues Method-Futter bzw. Pellets besorgen.

Ich freue mich drauf, wenn es wieder etwas wärmer wird und mehr Leben ins Wasser kommt… dann wird es sicher auch wieder spannender.

Forellen im Sturm

Letzte Woche zog Sturmtief „Luis“ über das Land und brachte Wind, Regen, Wind, Gewitter, Wind und Hagelschauer… generell einfach alles, was man sich für einen Tag im Freien nicht wünscht – und Wind.

Wir hatten geplant am Sonntag Nachmittag zum Angelhof Schulte-Sienbeck (https://www.angelhof-schultesienbeck.net) in Waltrop zu fahren und uns dort auch schon telefonisch angekündigt. Hier wollte wir nochmal unser Glück auf Forellen versuchen.

Skeptisch studierten wir also morgens beim Frühstück das Wetter draussen und den Wetterbericht für den Tag. Der Sturm hatte bis Sonntag zum Glück etwas nachgelassen, es war nicht zu kalt, aber es sollte immer wieder mal Regen geben.

Wir entschieden zu fahren und es einfach drauf ankommen zu lassen. Halbtags kann man am Mischteich von 12:30 bis 19:00 angeln – zumindest die ersten Stunden sollten laut Wetterbericht trocken bleiben.
Die Chance auf einen freien Platz mit Hütte hielten wir als Nachzügler eher für unwahrscheinlich.

Eine kalten Regenschauer mit Graupel mussten wir mit wasserdichten Jacken und Regenschirmen über uns ergehen lassen – ein paar leichtere Nieselschauer, ansonsten aber auch immer wieder mal die Sonne und zwischendurch ein paar Windböen. Teilweise auch mal kräftigere Windböen, die den ausgeworfenen Spoon einfach mal komplett in falsche Richtung wehten.
Aber gut… genug vom Wetter… das ist hier ja schließen kein Wetter-Blog.

Ihr wollt bestimmt etwas übers Angeln lesen 🙂

Nach dem letzten Ausflug habe ich meine Tacklebox etwas ausgemistet und ein paar Kleinigkeiten nachbestellt: auftreibenden Teig (Knoblaucharoma in Weiß und Chartreuse) und Marshmallows um die Köder zuverlässig auftreiben zu lassen, Pilotkugeln und ein paar Teighaken.
Schon beim Formen des Forellenteigs hat man den Unterschied zu meinem alten Teig gemerk – der frische Teig ist viel cremiger, lässt sich schön formen und hält auch gut am Haken. Meine alten Dosen waren wohl einfach zu alt.

Wir haben wieder jeder mit einer passiven Grundmontage und einer aktiven Spoon-Rute geangelt. Katharina hat es mit einem Marshmallow und einer Bienenmade versucht, ich habe den Teig mit einer Bienenmade garniert. Eine Posen- oder Pilotkugelmontage bot sich wegen des Windes nicht an – wir haben es kurzzeitig versucht, aber die Montage trieb von links nach rechts und kam uns immer wieder in die Quere.

Obwohl wir mit viel mehr Vetrauen in die Grundmontage geangelt haben, hatten wir auf unsere passiven Ruten keinen Biss.
Ich weiß nicht warum – die Tiefe müsste ungefähr gepasst haben, die Montagen trieben gut auf, beides sind bewährte Köder die schon oft gefangen haben… trotzdem ging darauf nichts. Vielleicht waren die Forellen einfach nicht in Stimmung für passive Köder.

Aber das Spoon-Angeln machte richtig Spaß – wir hatten zahlreiche Kontakte und haben auch Fische gefangen. Katharina hat gut mit einem kupferfarbenen Durchlaufblinker mit 3,9g gefangen, ich hatte einen Fisch auf einen orange-gelben Spoon mit ca. 2g. Ausserdem hatten wir Bisse auf andere Spoons, hauptsächlich grelle Neonfarben und ich hatte auch einen auf einen Forellen-Gummi. Geführt haben wir die Spoons dieses Mal wirklich ganz langsam um sie möglichst tief laufen zu lassen. Das ging ganz gut – ich bin aber auch der Meinung dass der Teich flacher ist und es deshalb einfacher war auf Tiefe zu kommen. Ich hatte aber auch Bisse auf schnellere, flacher geführte Spoons. Also generell lief es mit Spoons sehr gut.

Konzentriert wird der Spoon eingekurbelt, ganz langsam und gefühlvoll… 🙂

Der Tag war zäh…

An die 15-20 Fische die die anderen Angler teilweise hatte, kamen wir nicht ran.
Zwischendurch hatte ich sogar ein richtiges Tief… ich hatte eine Fisch gefangen, der hat sich im Kescher vom Haken gelöst und ist mir beim rausnehmen aus der Hand gerutscht, im Wasser gelandet und tauchte sofort ab. So was ärgerliches… das kann passieren, trotzdem war ich echt angefressen. Stellt euch vor, ihr verliert den ersten Fisch seit langer Zeit nach der Landung. Das gönne ich keinem 🙂

Gegen 15/16 Uhr verließen die meisten die Anlage. Klar, die waren schon seit 6 Uhr hier und hatte teilweise schon volle Kühlboxen. So hatten Katharina und ich den Teich auch für die letzten zwei Stunden komplett für uns.

Dreifach Premiere für Katharina

Wir haben erstmal die Chance genutzt und den Platz gewechselt, damit wir bei Regen geschützt sind. So haben wir noch ein paar Würfe gemacht, bis Katharina plötzlich „Fisch“ rief. Schnell gekeschert und direkt weg vom Beckenrand gebracht. Katharina war sehr glücklich.. dreifache Prämiere – der erste Fisch in 2021, der erste Fisch auf den Durchlaufblinker (das war eine persönliche Empfehlung eines Team-Anglers vom Balzer Trout Attack Team) und der erste Fisch an Ihrer neuen Rute. Ich hatte ihr zu Weihnachten die Bullseye Ultraboost Allround-Rute von Lieblingsköder geschenkt. Eigentlich ist die zum Spinnfischen am Kanal gedacht, aber den Blinker mit 3,9g schafft die noch ganz gut zu werfen.

Katharinas erter Fisch dieses Jahr, mit der neuen Rute auf einen neuen Köder gefangen. Petri!

Insgesamt hat es im Nachhinein viel Spaß gemacht und uns auch wieder ordentlich motiviert und Selbstvertrauen geschenkt. Darauf wollen wir aufbauen. Leider sind schon alle Plätze für das nächste Wochenende vergeben sonst hätten wir den Sonntag nochmal wiederholt.

Uns hat die Anlage gut gefallen – wir waren schon länger nicht mehr da, obwohl es nur knapp 10 Minuten von uns entfernt ist. Wir werden die Anlage zukünftig öfter besuchen. Karfreitag gibt es einen Sonderbesatz mit Seeforellen, Ostersonntag mit Gold-, Kupfer- und Tigerforellen – leider sind da auch schon alle Plätze vergeben. Wir haben uns zum „Restefischen“ am Ostermontag angemeldet. Im Sommer werden Störe, Welse und Aale besetzt, was auch mal interessant sein könnte. Mal gucken, ob die amtierende Aal-Königin auch am Angelsee punkten kann. Ausserdem wird es auch mal Besatz mit Streifenbarschen geben – das hat Katharina ein bisschen angefixt.

Ich freue mich schon aufs nächste Wochenende – egal was kommt. Hauptsache am Wasser 😉

Mein Blog – Intro

Ein Blog braucht ein Intro – glaube ich.. hoffe ich… Wenn nicht, Pech gehabt, ich schreib jetzt eins.

Warum schreibe ich einen Blog?

In erster Linie möchte ich meine Erfahrungen rund ums Angeln teilen. Ich möchte mich aber auch angeltechnisch verbessern und weiterentwickeln. Dazu finde ich es ganz hilfreich, wenn ich mir meine Angelausflüge nochmal durch den Kopf gehen lasse, mir überlege was war gut und was nicht. Und was kann ich beim nächsten Mal besser machen.

Was plane ich für 2021?

Also generell mehr angeln und mehr fangen 😉

Ich möchte das Fliegenfischen noch etwas weiter ausbauen – unter anderem habe ich zu Weihnachten ein Fliegenbinde-Set und ein paar Bücher zum Thema bekommen. Der erste Fisch auf die erste selbstgebundene Fliege ist bestimmt ein tolles Gefühl.

Generell möchte ich mich mehr mit dem Thema Fliegenfischen beschäftigen – bisher war ich damit nicht sehr erfolgreich. Ich möchte gerne als erstes mit Streamern versuchen unsere Kanal-Barsche zu überlisten. Das sollte eingentlich problemlos möglich sein – soweit die Theorie… Sobald ich es versuche, lest ihr davon als erstes.

Ausserdem wollen wir dieses Jahr mal vom Boot aus angeln. Das haben wir bisher noch nie gemacht. Ich habe letztes Jahr einen Bootsführerschein gemacht – auch wenn man den für die meisten Mietboote nicht braucht, ist es doch gut, sich etwas damit auszukennen. Ich finde ja persönlich Angelkajaks sehr interessant, interessanter als Belly Boote. Aber auch ein kleines Ruderboot auf einem Waldsee oder eine Angelboot mit E-Motor auf dem Möhnesee wäre interessant. Mal gucken, was sich daraus ergibt.

Für den kommenden Winter plane ich es auch mal an der Lippe auf Quappen zu versuchen. Die Quappen in der Lippe dürfen (unter bestimmten Auflagen) beangelt werden. Die Angelei am kalten Abend, mit einer Tasse heißen Tee in der Hand, ist bestimmt sehr interessant – aber Quappen sollen ja auch sehr lecker sein. Mal schauen ob wir eine fangen können.

Naja, und sonst natürlich das übliche: Mehr angeln, mehr fangen, persönliche Rekorde knacken (glaubt mir, da ist noch viel Luft nach oben) und ein paar lang ersehnte Zielfische fangen. Einen maßigen Hecht zum Beispiel (bisher waren alle meine Hechte untermaßig, ich glaube mein PB liegt bei 25cm) und endlich eine Schleie. Das habe ich schön öfter versucht, aber bisher noch keinen Erfolg gehabt.

Also bleibt dran – es lohnt sich bestimmt.